75 Min. von Rødby | UNESCO-Welterbe

Stevns Klint: Wo das Ende der Dinosaurier sichtbar wird

Vor 66 Millionen Jahren schlug ein Meteorit ein und löschte die Dinosaurier aus. Die dünne Fischton-Schicht in den 17 km langen Kreidefelsen von Stevns Klint ist der sichtbare Beweis. 2014 wurde dieses geologische Wunder zum UNESCO-Welterbe ernannt – und oben thront eine Kirche, die langsam ins Meer fällt.

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66 Mio. Jahre Geschichte

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UNESCO 2014Weltnaturerbe
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17 km KlippenBis 40 m hoch
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66 Mio. JahreKreide-Tertiär-Grenze
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75 Min. von RødbyVia E47/E20
Geologie

Der Beweis für das Massenaussterben

Stevns Klint wurde zum UNESCO-Welterbe ernannt, weil hier eine der weltweit am besten sichtbaren Kreide-Tertiär-Grenzen liegt. Diese dünne Schicht aus „Fischton" markiert den Moment, als vor 66 Millionen Jahren ein Meteorit auf der Erde einschlug.

Der Einschlag wirbelte so viel Staub auf, dass die Sonne jahrelang verdunkelt wurde. Geschätzt 60% aller Tier- und Pflanzenarten starben aus – darunter alle Dinosaurier. Was überlebte, prägte die Welt, wie wir sie heute kennen.

Wissenschaftliche Bedeutung:
  • Fischton-Schicht: Reich an Iridium – Beweis für den kosmischen Ursprung
  • 830+ Fossilienarten: Vollständiger Bestand der Nordeuropa-Biota
  • 450+ Makrofossilien: Seeigel, Korallen, Haizähne und mehr
  • Forschungsstätte: Internationale Wissenschaftler erforschen hier die Erdgeschichte
UNESCO-Weltnaturerbe seit 2014
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Der Chicxulub-Meteorit

Der 10 km große Meteorit schlug in Mexiko ein – seine Spuren sind bis Stevns Klint sichtbar. Eine geologische Zeitkapsel.

Højerup Kirche

Die Kirche, die ins Meer fällt

Die Højerup Gamle Kirke thront spektakulär auf dem höchsten Punkt der Klippe – und sie bröckelt langsam ab. Die kleine romanische Kirche aus dem Jahr 1200 wurde der Legende nach von einem Seemann erbaut, der ein Gelübde ablegte, als er auf See verloren ging.

In der Nacht vom 16. auf den 17. März 1928 stürzte der Chorraum bei einem Erdrutsch in die Tiefe. Heute kann man die Bruchstelle besichtigen und bis an die Kante gehen – ein unvergesslicher Anblick.

Geheimtipp: Trampestien-Wanderweg

Der 22 km lange „Trampestien" führt von Bøgeskov Havn bis nach Rødvig direkt an der Klippenkante entlang. Abschnitte können einzeln gewandert werden – besonders spektakulär ist der Teil bei Højerup. Feste Schuhe mitbringen!

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Der Chor liegt am Strand

1928 stürzte der Chorraum der Kirche 40 Meter in die Tiefe. Die Erosion setzt sich fort – jährlich verliert die Klippe etwa 15 cm.

Erleben

Stevns Klint erkunden

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Trampestien

22 km Wanderweg direkt an der Klippenkante – spektakuläre Aussichten und Geschichte unter den Füßen

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Stevns Klint Experience

Besucherzentrum mit Ausstellung über Geologie, Meteoriteneinschlag und lokale Geschichte

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Fossilien sammeln

Am Strand unter den Klippen können Fossilien gefunden werden – Seeigel, Muscheln und Haizähne

Startpunkt Højerup

Die alte Kirche ist der beste Ausgangspunkt für einen Besuch. Hier ist die Aussicht am spektakulärsten, und Parkplätze sind vorhanden.

Hafenstadt Rødvig

Am Südende der Klippen liegt das malerische Rødvig mit seinem historischen Hafen. Perfekt für eine Mittagspause nach der Wanderung.

Anreise

Von Puttgarden nach Stevns Klint

1
Fähre Puttgarden → Rødby
45 Minuten Überfahrt mit Scandlines
2
E47 Richtung Kopenhagen
Über Maribo und Sakskøbing
3
E47/E20 Richtung Kopenhagen
Bei Køge auf Route 261 Richtung Store Heddinge
4
Ankunft Stevns Klint
Nach ca. 75 Min. ab Rødby bei Højerup oder Rødvig

Gesamtfahrzeit ab Rødby: ca. 75 Minuten (95 km) – ein ganzer Tag lohnt sich!