Præstø: Seelands romantischste Hafenstadt
Versteckt am Ende des Præstø Fjords liegt diese zauberhafte Kleinstadt mit nur 3.000 Einwohnern. Verwunschene Gassen voller Rankpflanzen, eine mittelalterliche Doppelkirche und ein Hafen, der zum Träumen einlädt. Hier findet sich auch eines von Dänemarks Michelin-Restaurants.
Fjordidylle seit 1321
Der Hafen am Ende des Fjords
Præstø Havn ist der Inbegriff eines dänischen Sommerhafens: Lange Sommerabende, Musik aus den Cafés, der Duft von frisch gefangenem Fisch. Der Hafen liegt direkt im Herzen der Altstadt und bietet rund 300 Liegeplätze.
Was Præstø besonders macht: Der Fjord schneidet tief ins Land ein, sodass die Stadt geschützt und ruhig liegt – perfekt für entspannte Stunden am Wasser. Direkt am Hafen gibt es einen kleinen, kinderfreundlichen Sandstrand mit flachem Wasser.
Am Hafen:
- Restaurant Frederiksminde: Michelin-gekröntes Fine Dining mit Fjordblick
- Hafenrestaurants: Frischer Fisch und dänische Küche
- Feddet-Strand: Einer der schönsten Strände Dänemarks auf der anderen Fjordseite
- Bootsverleih: Kajaks und kleine Boote für Fjordtouren
Sommerabende am Fjord
Der Præstø Havn gilt als einer der stimmungsvollsten Yachthäfen Seelands – besonders bei Sonnenuntergang.
Verwunschene Gassen voller Charme
Der Name Præstø verrät die Geschichte: „Præst" bedeutet Pfarrer, „Ø" bedeutet Insel. Im Mittelalter lag die Stadt tatsächlich auf einer Insel, umgeben vom Fjord und zwei Flussmündungen. Noch heute erinnern die Straßennamen „Vesterbro" und „Østerbro" an die alten Brücken.
Die Altstadt wurde 1750 nach einem Großbrand neu aufgebaut – seitdem sind Strohdächer verboten. Die Gebäude aus dem 19. Jahrhundert prägen heute das Bild: Auffällig viele Rankpflanzen schmücken die Fassaden und schaffen eine fast märchenhafte Atmosphäre.
Geheimtipp: Røde-Led Töpferei
Etwa einen Kilometer vom Hafen entfernt liegt die Røde-Led Töpferei – eine der ältesten Dänemarks. Hier kann man Keramik aus drei Generationen bestaunen und den Töpfern bei der Arbeit zusehen. Ein authentisches Handwerkserlebnis abseits der Touristenströme.
Antoniterkirche
Einzigartige Doppelkirche mit zwei Altären und Grabplatten von 1490
Rathaus 1823
Historisches Rathaus am Marktplatz – noch heute Sitz der Ratsversammlungen
Feuerwehrmuseum
Historische Löschfahrzeuge – noch von Pferden gezogen
Nysø Herrenhaus
Thorvaldsen-Sammlung und historische Töpferei
Das einzige Mittelaltergebäude der Stadt
Die Klosterkirche der Antonitermönche ist das einzige erhaltene mittelalterliche Bauwerk in Præstø – alle anderen Gebäude fielen dem großen Brand zum Opfer. Das Besondere: Die Kirche hat zwei Kirchenschiffe mit je einem eigenen Altar.
Im nördlichen Kirchenschiff ist der Fußboden mit alten Grabsteinplatten bedeckt, von denen die älteste aus dem Jahr 1490 stammt. Die Antonitermönche waren für ihre Krankenpflege bekannt – besonders für die Behandlung des „Antoniusfeuers", einer durch verdorbenes Getreide verursachten Krankheit.
Weitere Highlights:
- Mittelalterliche Grabplatten: Über 500 Jahre alte Steinplatten im Boden
- Zwei Altäre: Einzigartige Architektur mit Doppelschiff
- Klostergarten: Ruhiger Park hinter der Kirche
Mönchskirche
Die Antoniter pflegten Kranke im ganzen Mittelalter – ihre Kirche überlebte als einziges Gebäude den großen Stadtbrand.
Von Puttgarden nach Præstø
45 Minuten Überfahrt mit Scandlines
Über die Brücke nach Seeland
Richtung Nordosten nach Præstø
Nach ca. 50 Min. ab Rødby am Fjordhafen
Gesamtfahrzeit ab Rødby: ca. 50 Minuten (55 km) – perfekt für einen entspannten Tagesausflug!